Pädagogischer Ansatz

Spüren – Fühlen – Denken

ein ontogenetisches Entwicklungsmodell bei Life-Family-Work;

Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgendeiner Blume, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart.

Rainer Maria Rilke

Unsere Einrichtungen sind

  • ein Ort der Begegnung
  • ein Ort der Beziehung
  • ein Ort des Vertrauens

Unser Ziel ist es, gemeinsam eine Grundlage zu schaffen, dass die Kinder einmal zukünftig in der Lage sind, die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Sie sollen Freunde finden, die ihnen dabei helfen und denen sie vertrauen. Sie sollen mutig die eigene Meinung vertreten und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Die Neugierde, Kreativität und Entdeckerfreude soll das ganze Leben – auch über die Kindergartenzeit hinaus – bestehen bleiben.

Es ist uns wichtig, dass die Kinder im Kindergarten Liebe und Vertrauen als sichere Basis erfahren, mit angemessener Förderung und dem Respektieren von Grenzen.

Besonders wird auf diesem respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander geachtet.

Der Alltag wird auf der Grundlage des Entwicklungsmodells „Spüren-Fühlen-Denken“ (Univ. Prof. Dr. Gisela Gerber/Univ. Prof. Dr. Toni Reinelt) unter Einbezug neurobiologischer Erkenntnisse (Univ. Prof. Dr. Gerald Hüther) gestaltet.

Dies bedeutet, dass die Kinder ihre Umgebung mit allen Sinnen erspüren und genießen, sie einen „bewegten“ Alltag erleben, ihre Kreativität mit den ihnen eigenen Bildern und Vorstellungen angeregt wird und sie ermutigt werden zum Fragen, Forschen und Experimentieren.

Weitere Elemente

Weitere Elemente bilden die Sprache, „als Brücke zueinander“, die Musik als basales rhythmisches Element und das Entwickeln eines „Wir-Gefühls“. Das Kind erkennt unter anderem: „Ich muss mit mir selbst und den anderen zurechtkommen und mich an Regeln halten, die das Zusammenleben ordnen“.

Wir achten darauf, dass jedes Kind im Kindergarten ohne Druck und Angst, mit Freude und Begeisterung im eigenen Tun, lernt. Ausreichend Ruhe und Zeit sollen die Möglichkeit zum aufmerksamen Beobachten, intensiven Üben und Ausprobieren, sowie eigenständig Probleme lösen zu können, bieten.

Unter dem Motto „Den richtigen Zeitpunkt beim jeweiligen Kind beachten!“ wollen wir einem Lernstress entgegenwirken. Eine sinnvolle Förderung im Alltag soll Welt- Wir- Du- Ich- Sacherfahrungen vermitteln und dabei die Entwicklung des Gehirns anregen.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, beim Spielen und Experimentieren Unterstützung zu geben, herauszufinden, was für das Kind im Augenblick wichtig und interessant ist und die verborgenen Schätze zu aktivieren. Wie wollen Gelassenheit und Zuversicht vermitteln und gezielt Impulse setzen. Miteinander entdecken wir Stück für Stück unser gemeinsames Umfeld.

Wir sind für das Kind, auf menschliche und freundliche Weise präsent und spürbar da!

Damit unsere Aufgabe optimal erfüllt werden kann, bemühen wir uns um einen regelmäßigen Austausch mit den Eltern. Sie sind als Ansprechpartner notwendig und wichtig – sie kennen ihr Kind am Besten!

Der Mensch braucht für seine Entwicklung nicht Konkurrenz, sondern Begegnung und Austausch!

vgl. Prof. Gerald Hüther,
Von den biologischen Wurzeln zur transformierenden Kraft der Liebe, 2008